Die Tradition

Feiern wie unsere Urgroßväter

Tradition wird groß geschrieben in Billigheim

 

Es gibt wohl wenig Flecken in unserem Land, an denen so ausgiebig und so viel gefeiert wird wie an der Südlichen Weinstrasse. Die Zahl der Feste ist fast unüberschaubar. Aber es gibt keinen Ort, an dem das Feiern eine so große Tradition hat wie in Billigheim. Hier, in dem ehemaligen Reichsstädtchen inmitten des Klingbachtals wird nämlich seit dem Jahr 1450 jährlich, ländlich gefeiert.

Das Fest hat seine Anfänge in der Verleihung der Marktrechte durch König Friedrich III., vor nunmehr 567 Jahren, gefeiert. Es war die Zeit des Mittelalters und Billigheim war schon damals ein Ort mit einer gewissen wirtschaftlichen Bedeutung. Daraus folgend wurde Billigheim im Jahr 1450 die Stadtrechte und damit die Marktfreiheit verliehen. Der Ort erhielt das Recht zur Abhaltung eines Jahrmarktes auf den Sonntag vor Sankt Gallus und eines Wochenmarktes. Seit dem wird also in Billigheim Handel getrieben und gefeiert.

Der Wochenmarkt verlor nach über 300 Jahren Bestand seine Anziehungskraft und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingestellt. Der Jahrmarkt dagegen erfreute sich immer größerer Beliebtheit und schon bald nach seinen Anfängen entwickelte er sich zum „Warenhaus“ für die nähere und  weitere Umgebung. Während von samstags bis montags Handel getrieben wurde, war der Dienstag der traditionelle Marktabschluß, aus dem sich das heutige Fest entwickelte. Es war die Freude am Feiern und der Spaß an den sportlichen Wettkämpfen, die aus dem Abschlußtag die Hauptattraktion machten – ein Volksfest für die ganze Region.

Die Suche nach einem geeigneten Namen war wohl schnell erledigt, war in Billigheim doch immer das Fest, wo die jungen Buben „purzeln“ würden: Der Name „Purzelmarkt“ hatte sich schnell etabliert und ist bis heute ein Begriff für alle Pfälzer.